Steuererklärung

für Arbeitnehmer, Angestellte & Beamte

Holen Sie sich ihr Geld zurück – und das sogar einfacher als gedacht

Jedes Jahr das gleiche Spiel und es kommt ja so überraschend. Die Rede ist nicht von Weihnachten, sondern von der Steuererklärung. Diese muss und sollte jährlich von vielen Arbeitnehmern eingereicht werden, spätestens bis zum 31.07. des Folgejahres. So schreibt es das Einkommensteuergesetz (EstG) vor. Die Erklärung muss dann dem zuständigen Finanzamt vorliegen. Viele Personen holen sich Hilfe von Steuerberatern oder von Lohnsteuerhilfevereinen, was einen bei der Einreichung zusätzlich nochmal Zeit verschafft.

Doch generell stellt sich erstmal die Frage: wann müssen Sie als Arbeitnehmer solch eine Erklärung einreichen? Und welche Kosten können Sie absetzen? Im Folgenden klären wir darüber auf.

Wann müssen Sie als Angestellter eine Steuererklärung abgeben?

Es stellt sich die Frage, ob die Einkommensteuererklärung von jedem Arbeitnehmer eingereicht werden muss. Hier gibt es aber eine gute Nachricht, denn ein Muss ist es für die meisten nicht. Ein klassisches Beispiel: Sie sind ledig und gehen neben Ihrer normalen Angestelltentätigkeit keine selbstständige Tätigkeit nach. In diesem Fall müssen Sie vermutlich keine Steuererklärung abgeben.

Jeden Monat behält das Finanzamt die Einkommenssteuer von Ihrem Gehalt ein. Die Höhe darüber ist von Ihrer Steuerklasse abhängig und berechnet sich daraus. Bei einigen Steuerklassen ist dies mehr, bei anderen weniger. Auch von der Lohnsteuerklasse ist es abhängig, ob Sie als Angestellter trotzdem eine Steuererklärung einreichen müssen.

Die Erklärung für Sie als Arbeitnehmer, ist Pflicht, wenn etwas von dem Folgendem auf Sie zutrifft:

  • Wenn Ihr Ehehatte/eingetragener Lebenspartner die Steuerklasse V oder VI besitzt oder Beide die Steuerklasse IV mit Faktor gewählt haben
  • Wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Arbeitsentgelt aus der Anstellung insgesamt mehr als 410€ verdienen (hier zählen auch Einkünfte aus Miete und Verpachtungen)
  • Wenn das zuständige Finanzamt einen Freibetrag vorgibt und eine ledige Person mehr als 11.000€, bzw. ein Ehepaar mehr als 20.900€ verdient
  • Wenn Sie in Steuerklasse VI eingetragen sind, da Sie bei verschiedenen Arbeitgebern gleichzeitig arbeiten
  • Wenn Sie sich im laufenden Jahr scheiden lassen haben und Sie oder der ehemalige Partner im gleichen Jahr bereits wieder heiraten

Welche Kosten können bei der Steuererklärung abgesetzt werden?

In der Einkommensteuererklärung können Sie als Angestellter viele Ausgaben und Werbungskosten angeben, welche insgesamt zu einer Erstattung der gezahlten Steuern führen können. Hier lassen sich zum Beispiel Versicherungsbeiträge oder Fahrtkosten nennen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen genauer, an was Sie alles denken sollten.

  • Fahrtkosten fallen bei vermutlich jeder Person an. Diese sollten bis zu einem Betrag von 1.000€ einzeln abgerechnet werden. Wichtig dazu ist, dass immer nur eine einfache Fahrt angegeben werden kann.
  • Falls Sie ein eigenes Arbeitszimmer mit einem Arbeitsplatz besitzen, können Sie die Kosten dafür mit maximal 1.250€ von der Steuer absetzen. Falls sich das Arbeitszimmer in Ihrem Wohnhaus/Wohnung befindet, müssen Sie das Zimmer klar deklarieren.
  • Ihre monatlichen Ausgaben für Versicherungen können auch auf der Steuererklärung angegeben werden. Hier ist vor allem die Kranken- und Pflegeversicherung zu nennen. Zusätzlich gilt auch die Haftpflicht- und Arbeitslosenversicherung, welche aber nur teilweise berücksichtigt werden können.
  • Haben Sie Kinder und Kosten für Kinderbetreuung zu tragen? Bis zu Zweidrittel können Sie hier als Sonderausgabe absetzen. Dies gilt aber nur, sofern das Kind unter 14 Jahre alt ist. Das Finanzamt berücksichtigt hier aber den großen Betrag von 4.000€ jährlich
  • Dienstleistungen rund um Ihren Haushalt, wie zum Beispiel eine Putzkraft oder Handwerker, können Sie mit bis zu 6.000€ jährlich angeben.

Lohnt sich eine Einkommensteuererklärung überhaupt?

Wenn Sie alle oben angegebenen Faktoren beachten, lohnt sich die Erklärung in den meisten Fällen. Sollte aber dennoch nach der Berechnung ein Negativbetrag (Rückzahlung an das Finanzamt) erscheinen, so können Sie selbst entscheiden, ob Sie die Erklärung wirksam abgeben.

Wann sollte ein Steuerberater die Arbeit übernehmen?

Insgesamt lässt sich ganz einfach sagen: je komplexer der Fall und je weniger Wissen Sie mitbringen, desto eher lohnt es sich, einen Steuerberater um Hilfe zu bitten. Einfache Fälle bekommen die meisten Personen noch leicht selbst hin, nachdem man sich in die Thematik eingelesen hat. Falls Sie sich aber von den gesamten Begrifflichkeiten zu sehr verunsichern lassen, sollten Sie einen Profi ranlassen.

Was ist eine vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer?

Es muss nicht immer die reguläre Steuererklärung sein, welche Sie als Arbeitnehmer einreichen. Unter bestimmten Voraussetzungen reicht auch eine sogenannte vereinfachte Steuererklärung für das Finanzamt. Zu den Voraussetzungen für solche eine vereinfachte Variante gehört, dass Sie nur einen Arbeitslohn erhalten haben. Zusätzlich können Sie nur die im Vordruck, welchen Sie sich beim zuständigen Finanzamt ausstellen lassen können, angegebenen Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben.

Falls Sie verheiratet sind und diese Variante wählen möchten, können Sie dies nur tun, wenn vorher eine Zusammenveranlagung beantragt wurde.

Stand Oktober 2018

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